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Die Geschichte des Fernglases – Wer hat´s erfunden?

Das Fernglas ist ein bedeutendes Hilfsmittel, um das eigene Sichtfeld zu erweitern. Im Gegensatz zum bloßen Augen ermöglicht es dem Nutzer auch weiter entfernte Objekte betrachten zu können. Durch geschickten Einsatz verschiedener optischer Linsen erscheinen die gesichteten Objekte daher näher und können besser betrachtet werden. Doch wem verdanken wir diese technische Innovation eigentlich? In diesem Artikel erfahren Sie es!

Welche Typen des Fernglases gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Fernglastypen:

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  • Binokulare Ferngläser: Diese Art des Fernglases wird mit beiden Augen genutzt. Somit ist auch eine bessere räumliche Einschätzung des Gesehenen möglich. Binokulare Modelle kommen vor allem in der Schifffahrt, beim Militär oder der Jagd, aber auch in Form von Operngläsern zum Einsatz.
  • Monokulare Ferngläser: Umgangssprachlich auch als „Fernrohr“ bezeichnet kann man mit einem monokularen Fernglas nur mit einem Auge Objekte in der Ferne sichten. Diese kennt man vor allem aus Seefahrer- und Piratenfilmen, sind heute allerdings beispielsweise auch als optische Teleskope in der Weltraumforschung im Einsatz.

Wer hat´s erfunden?

Den „EINEN“ Erfinder des Fernglases gibt es so nicht. Im Laufe der Geschichte machten verschiedenste Persönlichkeiten Entdeckungen und Erfindungen, die die uns heutige Form des Fernglases möglich machten. Diese waren vor allem:

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Hersteller Hinweise
Hans Lipperhey – ein Holländer guckt in die Ferne Dem deutsch-niederländischen Brillenmacher gelang bereits im Jahre 1608 eine Konstruktion, die mit Hilfe optischer Linsen entfernte Objekte für den Betrachter vergrößern konnte. Damit gilt er als erster, der eine Art des Fernglases, bzw. Fernrohr wie wir es heute kennen erfunden hat. Sogar der berühmte Astronom Galileo Galilei nutze die Erfindung des Lipperheyschen Fernglases für seine astronomischen Entdeckungen.
Johannes Kepler – die Entdeckung des Weltraumes mit seinen unendlichen Weiten Eine andere Herangehensweise verfolgte Johannes Kepler im Jahre 1611. In seinem keplerschen Fernrohr wird sowohl für das Objektiv, als auch das Okular jeweils eine Sammellinse verwendet. Zwar ermöglichte Keplers Erfindung eine noch weitere Sicht, allerdings mit dem Nachteil, dass der Betrachter ein um 180 Grad verdrehtes und seitenverkehrtes Bild sieht.
Johann Friedrich Voigtländer – vom Theaterglas zum militärisch genutzten Feldstecher Der Österreicher produzierte ab dem Jahre 1823 Operngläser für die Adligen der Gesellschaft. Auf diese wurde auch schnell das Militär aufmerksam, woraufhin er seine Operngläser für den Gebrauch im Freien weiterentwickelte, um den Truppen einen militärischen Vorteil zu verschaffen. In dieser Zeit prägte sich auch der noch heute bekannte Begriff „Feldstecher“.
Ignaz Porro – ein Italiener dreht das Bild wieder richtig herum Das 1854 zum Patent angemeldete „Porroprisma“ ermöglichte es, die im keplerschen Fernrohr erzeugte 180 Grad Drehung des Bildes wieder umzukehren, sodass der Betrachter ein Bild sah, wie es der Wirklichkeit entspricht. Dazu nutzte er zwei Halbwürfelprismen, die im 90 Grad Winkel zueinander stehen.
Carl Zeiss – bis heute führend in der Optik Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, im Jahre 1893, meldete der aus Weimar stammende und noch bis heute bekannte Carl Zeiss in Jena ein Fernglas zum Patent an, welches unter anderem auch mit Hilfe des vorher erfundenen Porroprismas funktionierte. Die Carl Zeiss AG ist noch heute weltweit führend in vielen Bereichen der feinmechanischen und optischen Industrie und beschäftigt rund 30.000 Mitarbeiter.

Fazit

Für die Erfindung des Fernglases können wir nicht nur einem Menschen danken. Sicherlich war es Lipperheys Erfindergeist, der erstmals ein Gerät zur Erweiterung der eigenen Sichtweite hervorbrachte. Mit den heutigen Ferngläsern hatte diese Erfindung aber nur wenig gemeinsam. Die Ferngläser, die wir heute kennen, sind das Resultat der Ideen und Erfindungen mehrerer kluger Köpfe der Weltgeschichte.

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